29|2009

ficken ( ficken (

Deutsch

) )

- Deutsch

{{Verb-Tabelle |Gegenwart_ich=ficke |Gegenwart_du=fickst |Gegenwart_er, sie, es=fickt |1.Vergangenheit_ich=fickte |Partizip II=gefickt |Konjunktiv II_ich=fickte |Befehl_du=fick(e)! |Befehl_ihr=fickt! |Hilfsverb=haben |Weitere_Konjugationen=ficken (Konjugation) }} :Neue Rechtschreibung: fi·cken, fick·te, ge·fickt :Alte Rechtschreibung: fik·ken, fick·te, ge·fickt : - ˈfɪkŋ̩, - ɡəˈfɪkt : - ficken, - gefickt :1 vulgär, transitiv, intransitiv: den Geschlechtsakt vollziehen, koitieren :2 Soldatensprache, Jugendsprache, transitiv: jemanden hart rannehmen :3 vulgär, transitiv: jemanden hereinlegen :4

,

eher ungebräuchlich: hin und her bewegen, reiben :Bei ficken kann es sich wie beim norwegischen

no|fikle

(sich heftig bewegen, pusseln) um eine lautmalerische Bildung handeln, die an die alten Bedeutungen ‚hin und her bewegen‘, ‚reiben‘ und ‚jucken‘ angelehnt ist. Vorformen des Verbs waren das mittelhochdeutsche ficken (reiben) und im 16. Jahrhundert das niederrheinische vycken (mit Ruten schlagen)., „ficken“, Seite 215 Andere Verben mit der Bedeutung ‚reiben‘ oder ‚hin und her fahren‘ wären zum Beispiel facken oder fucken. Es ist indes nicht sicher, ob sie Vorformen von ficken sind, von diesem abgeleitet sind oder ob sie überhaupt eine direkte Verbindung zu dem Verb haben. Eine Verbindung zum neuenglischen

en|fuck

könnte darauf hindeuten, dass ficken das ältere Wort ist, und würde zugleich nahelegen, dass das -i- in ficken eine im Neuhochdeutschen entstandene Entrundung von -ü- ist. Das -ck- ist eine intensivierende Verdopplung des Lautes und ermöglicht es, das Verb in Verbindung mit vögeln zu bringen. Dazu muss eine germanische Lautform *fug- vorausgesetzt werden, von welcher auch das niederländische

nl|fokken

, das norwegische

no|fukka

und das schwedische

sv|fokka

abstammen. Eine frühere Ursprungsform des Verbs kann das indogermanische *peuk- oder *peug- (stechen, stoßen) sein., „ficken“, Seite 291 Ebenso anschließbar wäre lat. figere "anheften, annageln, kreuzigen, durchbohren", bzw. dessen gr. Pendant θιγγάω thiggaō "berühren, umarmen, eheliche Gemeinschaft haben".Wilhelm Gemoll, Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch, München, 1991 :Eine semantische Verschiebung ergab für diese Wurzel die Bedeutung „necken“, etwa in den Worten foppen, fuchsen und Faxen. (vergleiche in diesem Zusammenhang auch niederländisch: neuken „ficken“, das die umgekehrte Bedeutungsverschiebung erfuhr.). Das kölsche Dialektwort poppen würde ebenfalls in diese Gruppe gehören. :Laut dem heute nicht mehr uneingeschränkt anerkannten Wörterbuch der Gebrüder Grimm ist der Ansatz, dass es sich bei ficken um eine Ableitung vom lateinischen

la|fricare

(abreiben, reiben) handelt, bei der das -r- getilgt wurde, indessen nicht zielführend. Ebenfalls scheiden nach dieser Quelle das lateinische

la|figere

(anheften, befestigen, festnageln), das italienische

it|ficcare

(rammen, stopfen) und das französische

fr|ficher

(einrammen, einschlagen) als verwandte Wörter aus.

ficken|GF04100


Die Bedeutung ‚miteinander schlafen‘ ist ab dem 16. Jahrhundert in allen Mundarten des deutschen Sprachraumes verbreitet. Da diese Verwendungsweise des Wortes zunächst metaphorisch und aufgrund der ursprünglichen Bedeutungen (siehe oben) äußerst anstößig ist, wird ficken im Neuhochdeutschen ein überaus derber Ausdruck, der kaum in schriftlichen Quellen zu finden ist., „ficken“, Seite 341
Verwandte Wörter in anderen Sprachen sind das niederländische

nl|figgelen

(hin und her bewegen), das schwedische

sv|fickla

(hin und her bewegen) und das englische

en|fidge

(unruhig sein)., „ficken“,S. 341 :Die Bedeutung „stechen“ zeigt sich auch in der Schmiedekunst; nach dem Herstellen eines Schwertes, das zu diesem Zeitpunkt vollkommen durch Schlacke, Zunderreste und Asche verschmutzt war, wurde ein Sandsack an der Decke hochgezogen und das Schwert hineingestoßen. Aus dieser Hin-und-her-Bewegung des Schwertes, also „ein Schwert ficken“, entstand die Berufsbezeichnung und infolgedessen der Nachname Schwertfeger. :Ebenso anzuschließen ist möglicherweise das in Dialekten und Familiennamen noch verbreitete Wort Ficke (auch Fuppe und Futsche, möglicherweise Vorbild für Vut und Votze) für „(Kleider-)Tasche“ (vgl. auch Schwedische_Sprache|schwed. ficka, „Tasche“). Vergleiche hierzu auch das altgriechische Wort θήκη (théékee) "Behälter, Aufbewahrungsort, Kasten, Kiste", dessen Bedeutung sich in neutestamenlichen Griechischen zunächst zu "Schwertscheide" und im spätantiken Griechischen schließlich zu "Tasche" wandelt.Wilhelm Gemoll, Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch, München, 1991. (Der Lautwandel von griechischem Theta nach f ist in vielen Sprachen üblich, vgl. z.B. Theodor, russ. Fjodor.) Die Ausdrücke vögeln und bügeln sind vermutlich als euphemistische Hüllwörter für ficken aufzufassen. :1 Sex_haben, Liebe_machen, koitieren, kopulieren, penetrieren, vögeln :weiteres siehe WikiSaurus:koitieren :1 „Ich möchte dich gern ficken!“ :1 „Ich möchte mit dir ficken!“ :1 Er fickt besser als jeder andere. :2 Heute haben die Ausbilder unsere Einheit wieder richtig gefickt. :3 Du willst mich mit deiner Behauptung doch nur ficken. :fick_dich (selbst)! – Beleidigung :fick_dich_ins_Knie! – Beleidigung :gefickt_sein – sich in einer misslichen Lage befinden :abficken, anficken, durchficken, Fick, Ficke, Ficker, Fickerei, vögeln

Übersetzungen

  • : 1 - cào|肏
  • Danska - kneppe
  • Engelska - fuck
  • , screw, bone, bonk
  • : 1 - fiki
  • Finska - naida
  • , nussia
  • Franska - baiser
  • , enfiler, foutre, miser, niquer, tringler
  • Franska - botter
  • , fourrer, fucker
  • Franska - foquer
  • Franska - mettre
  • , planter, pluger
  • Franska - pluguer
  • , ploguer
  • Franska - poigner
  • Franska - pogner
  • Franska - sauter
  • , scorer, zigonner
  • Indonesiska - ngentot
  • Isländska - ríða
  • Italienska - fottere
  • , scopare, chiavare, trombare
  • Japanska - fakku suru
  • , anadarake ni suru, yaru
  • Katalanska - cardar
  • , follar
  • : 1 - fecken
  • Kroatiska - srati
  • , jebati
  • Maltesiska - badbad
  • , hexa, niek, zabbab
  • 1 Nordniedersächsisch: - nöken
  • Holländska - neuken
  • Norska - knulle
  • Polska - pieprzyć
  • , jebać
  • Portugisiska - foder
  • Portugisiska - transar
  • , fuder, comer
  • Ryska - trakhat’
  • , ebat’
  • Rumänska - fute
  • Svenska - knulla
  • Svenska - köra över
  • Svenska - köra upp
  • , lura
  • : 1 - walaś, - wuwalaś, - jebaś, - zjebaś
  • : 1 - pjezać, - buchać, - kezać
  • Spanska - joder
  • , follar
  • Spanska - coger
  • Spanska - culear
  • Spanska - singar
  • Spanska - tirar
  • Spanska - pisar
  • Spanska - pichar
  • Spanska - chingar
  • Spanska - cachar
  • Tjeckiska - šukat
  • , mrdat, jebat
  • Turkiska - sikişmek
  • Ungerska - baszik
  • : 1 - ciavar
  • {{Dialektausdrücke (Deutsch)|
  • Hessisch: 1 bärschde, figge, dorschnämme
  • Moselfränkisch: 1 figgn
  • Rheinfränkisch (Süd-): 1 figgn
  • Pfälzisch: 1 fieke
  • Kölsch: 1 poppen
  • Elsässisch (Niederalemannisch): 1 figge
  • Schwäbisch: 1 schnackseln
  • Schwyzerdütsch (meist Hochalemannisch): 1 figgä
  • |
  • Ostniederdeutsch:
  • Ostmitteldeutsch:
  • Berlin-Brandenburgisch:
  • Berlinisch: 1 bügeln, titteln
  • Obersächsisch: 1 pimpern|bimborn, börschdn
  • Ostoberdeutsch:
  • Bairisch-Österreichisch: 1 schnackseln, satteln
  • Wienerisch: 1 pudern
  • }}

    ficken

    :1 - GF04100 :1

    ficken

    :1

    ficken

    :1–3 , „ficken“, Seite 541 :4 , „ficken“, Seite 258 :Dicken, dicken, Ficken, fickerig, fiktiv, Finken, Flicken, flicken, kicken, nicken, picken, sicken, ticken, Zicken, zicken

    Fullständig information på

    http://de.wiktionary.org/wiki/ficken

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